Bauarbeiten Triberger Straße

Der Gemeinderat hat den Auftrag zum Austausch der Ver- und Entsorgungsleitungen in der Triberger Straße an die Firma Hermann aus Furtwangen vergeben. Die Baumaßnahme startet bei der Einmündung Mühlenstraße und geht hoch bis zum Mühleweiher.

Zwischenzeitlich fand auch eine Anliegerversammlung statt, um die betroffenen Bürgerinnen und Bürger, Eigentümer, Mieter und Geschäftsbesitzer auf die Einschränkungen und zu erwartenden Behinderungen durch die Baustelle hinzuweisen.

Die Baumaßnahme selbst beginnt am Donnerstag, 04. Juni 2020 und wird sich bis Ende Oktober 2020 ziehen. Dies ist eine lange Zeit der Beschränkungen. Es wird auch auf Grund der Lage und Verkehrsdichte auf der L 109 zu Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer und Anlieger kommen.

Da die L 109 eine Hauptverkehrsachse für Schonach darstellt, war es auch äußerst schwierig, entsprechende Regelungen für den Verkehr zu finden. Nach langen und intensiven Diskussionen wurde die von den Anliegern favorisierte Lösung einer dauerhaften Einbahnregelung (L109 aufwärts und Hermann-Burger-Straße abwärts) vom zuständigen Straßenverkehrsamt beim Landratsamt nicht genehmigt. Der Grund war, dass die öffentlichen Busse von Schönwald kommend den Radius an der Kreuzung zur Hermann-Burger-Straße nicht fahren können und dort wegen des Höhenunterschiedes aufsitzen würden. Bei straßenrechtlichen Anordnungen müssen immer die Belange aller berücksichtigt werden. Der öffentliche Personennahverkehr darf nicht zum Erliegen kommen.

Auf Grund dessen wird es nun eine Lösung dahingehend geben, dass auf der L 109 dauerhaft eine Ampel eingerichtet wird. Es wird versucht, die Baustelle und die Ampelphase so kurz als möglich zu halten, damit die Beeinträchtigungen möglichst gering sind. Die Ampel wird dann jeweils mit der Baustelle von der Mühlenstraße nach oben mitwandern.

Diese Variante hat den Vorteil, dass außer dem Baubereich, der rd. 50 m lang sein soll, alle Gebäude immer von beiden Seiten anfahrbar und die Kundenfrequenz für die Betriebe somit zwar nicht optimal, aber im Rahmen des Möglichen vertretbar wären. Die ursprünglich gleich bei Beginn der Maßnahme vorgesehene Vollsperrung der L 109 für die erste Kreuzung des Kanals auf der kompletten Straße soll ebenso entfallen. Durch entsprechendes Entgegenkommen der Firma Hermann aus Furtwangen wird versucht, die Straßenquerungen im Bereich der Mühlenstraße ohne die Vollsperrung herzustellen. Hierzu wird die Straße mit dem Kanal in zwei Abschnitten (linke Spur/rechte Spur) im Ampelbetrieb gequert. Gegebenenfalls werden nach Rücksprache mit den Grundstückseigentümern die angrenzenden Grundstücksflächen für eine Verbreiterung der Fahrspuren genutzt.

Ganz wichtig ist der Gemeindeverwaltung zu betonen, dass die entlang der L 109 niedergelassenen Betriebe immer anfahrbar sind. Zwar kann es zu Behinderungen und Beeinträchtigungen kommen und muss eventuell auch einmal ein kurzer Fußweg in Kauf genommen werden, aber es wird versucht, die Beeinträchtigungen so weit als möglich zu minimieren.

Ziel der gesamten Maßnahme ist nicht nur den Kanal auszutauschen, sondern auch die jeweiligen Hausanschlüsse, die Wasserleitungen, den Breitbandanschluss zu vollziehen und teilweise Strom- und Gasleitungen zu erneuern. Der Schwerpunkt der Maßnahme liegt auf der bergseitigen Straßenseite der L 109.

Bürgermeister Jörg Frey betont, dass er großes Verständnis für die Beeinträchtigungen der jeweiligen Betriebe und der Anlieger an der L 109 hat. Gerade nach der Corona-Krise und der Schließung kommt dies natürlich zur Unzeit. Allerdings ist die Gemeinde angehalten, den schadhaften Kanal, der auch bei zahlreichen Starkregenereignissen immer wieder zu Überschwemmungen führt, dringend auszutauschen. Es gab entlang dieser Straße bereits zahlreiche Wassereintritte in die Keller.

„Ich bitte deshalb um Verständnis, dass wir diese Maßnahme durchführen müssen und dass die von uns angedachte Einbahnregelung nicht genehmigt wird. Aber die Straßenverkehrsbehörde beim Landratsamt muss bei ihrer Entscheidung auch die Belange des öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigen. Zudem hätte die Einbahnregelung eventuell eine Ampellösung bei der Kreuzung Hermann-Burger-Straße/Schönwälder Straße zur Folge gehabt, was sicher zu noch mehr Problemen geführt hätte,“ so Bürgermeister Frey.

Die Gemeindeverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger die Verkehrsbeeinträchtigungen zu beachten und ihren Teil dazu beizutragen, dass diese Maßnahme möglichst konfliktfrei über die Bühne gebracht werden kann.

Für Fragen steht Ortsbaumeister Ansgar Paul, Tel. 07722 / 96481 – 32, a.paul@schonach.de, zur Verfügung.

 

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